Wer gegenüber einem Tier Mitleid fühlt,dem wird auch Gott Mitleid schenken.

Die neuesten Zahlen zeigen es: Wölfe nehmen hierzulande weiter zu. Das ist erfreulich. Die Wolfsrisse nehmen aber auch zu. Und das ist Großteils unnötig.

Mich als Naturschützer freut es natürlich, dass der Wolf seinen angestammten Lebensraum wieder einnimmt. Nach den neuesten Zahlen sind in Deutschland jetzt 157 Wolfsrudel bestätigt. Mehr Wölfe lassen manche aber auch gleich mehr wolfsverursachte Schäden befürchten. Mehr Wölfe bedeuten aber nicht automatisch mehr gerissene Schafe, Ziegen oder andere Nutztiere. Wir müssen nur endlich lernen, wie wir mit der Existenz der Wölfe umzugehen haben.

Schäden dort, wo die Wölfe neu sind

Die Zahlen sind eindeutig: Die meisten Übergriffe auf Nutztiere gibt es dort, wo Wölfe gerade erst neu ankommen. Dort, wo sich die Schaf- und Ziegenhalter eben noch nicht auf die Raubtiere eingestellt haben und wo viele Weidetiere nicht geschützt sind. Dort wo konsequent gut gebaute und ausreichend elektrifizierte Zäune zum Einsatz kommen – manchmal in Kombination mit geeigneten Herdenschutzhunden – gehen die Schäden zurück.

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Im Jahr 2020 wurden laut Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes 942 Wolfsübergriffe mit 3959 getöteten, verletzten oder vermissten Nutztieren gemeldet. 2019 wurden 887 Nutztiere getötet und 2894 verletzt. Die Bundesländer mit Wolfsvorkommen lassen sich Herdenschutz und Schadenausgleich rund 9,5 Millionen Euro kosten.

Der entscheidende Punkt dabei ist aber: Ein Großteil der angegriffenen Tiere waren nicht oder nicht ausreichend geschützt. In manchen Bundesländern waren es bis zu 80 Prozent! Das ist natürliche eine verheerende Quote.

Herde mit Herdenschutzhund
Herden müssen geschützt sein © Ofelia de Pablo y Javier Zurita / WWF Spanien

Mehr Herdenschutz, endlich! Der Wolf ist jetzt nach über 20 Jahren kein Neuling mehr in Deutschland. Die Wölfe werden auch nicht wieder weggehen. Wir müssen in den Bundesländern noch viel mehr für den Herdenschutz machen. Nur geeignete Zäune, gut trainierte Herdenschutzhunde, ausreichende Schulungen und finanzielle Unterstützung können dazu beitragen, dass die Konflikte zwischen Wolf und Tierhaltern langfristig und nachhaltig entschärft werden.

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Mit wirklich gutem Herdenschutz werden die Schäden auch in Gebieten mit vielen Wölfen wirksam begrenzt. Sei es mit Eseln, Lamas, Hunden Elektrozäunen oder allem. Nur Nichtstun hilft garantiert nicht. Deutschland braucht endlich flächendeckend Herdenschutz — anstatt Schein-Debatten um Obergrenzen, geheime Abschussgenehmigungen oder No-Go-Areas für Wölfe.