Wer gegenüber einem Tier Mitleid fühlt,dem wird auch Gott Mitleid schenken.

muss

Olive leger,   JUNGHÜHNER,   N D Mehrfach – Schutz – Geimpft ab März abzugeben, Vorbestellungen jetzt möglich.

Bei Abgabe sind die Rassetiere 18. bis 22. Wochen alt.

Weiteres bitte meinem Profiltext Entnehmen.

Araucana Hühner verfügen über einige einmalige Merkmale unter den Haushühnern. Zum einen sind die Bommeln oder Tuffs zu bemerken, die als abstehende kurze Federbuschel aus einer walzen- oder warzenartigen Hautfalte anstelle der Ohrlappen wachsen.

Das bedeutsamere Merkmal der Araucana Hühner sind jedoch die grünen Eier mit blauen Einschlägen, weswegen sie Grünleger genannt werden und für die Erzüchtung anderer Grünleger genutzt werden. Da es auch Zuchtschläge mit rosanen und roten Eiern gibt, werden sie in den USA und auch Großbritannien „Easteregg-Layer“ genannt.

Zudem fehlten bereits der Wildform in Chile die Schwanzwirbel, die Bürzeldrüse und damit auch die Schwanzfedern. Aufgrund vom Kämpfereinschlag wirken Araucana Hühner etwas aufrechter in ihrer Erscheinung als andere gängige Hühnerrassen.

Haltung

Die Hühner aus der Andenregion in Chile sind noch heute sehr robust, suchen fleißig ihr Futter und können mit etwas Pflege sehr zahm werden. Wenn der Innenraum groß genug wäre, dann könnten Araucana Hühner selbst ohne Freilauf gehalten werden. Doch viel lieber wollen die flinken Tiere über Tag ins Freie und nach Futter suchen. Wer den Freilauf einzäunen muss, der soll einen dichten und hohen Zaun wählen. Es wird berichtet, dass Araucana Hühner eine Höhe von 1,5 Metern locker überwinden können, Löcher im Zaun sehr schnell finden und sich nicht so einfach einfangen lassen. Im Allgemeinen entwickeln die flinken Vögel einen ruhigen Charakter und sind anspruchslos.

Aufgrund vom gefiederten Kopfschmuck soll der Halter sehr darauf achten, dass er keine breiige Nahrung anbietet, da die Kopffedern schnell verklumpen. Futterresten im Gefieder fördern das Federpicken. Die Hühner dürfen sich solche schlechten Eigenschaften gar nicht erst angewöhnen.

 

Eier und Legeleistung

Araucana Hennen legen im ersten Legejahr rund 180 Eier, die wenigstens 50 Gramm wiegen und eine grünblaue oder blaugrüne Eischale haben.

Die Erbanlage der Grünleger wird dominant vererbt:

Wenn das andere Elterntier ein Weißleger ist, dann geht die Eifarbe der kommenden Generation ins Bläuliche.

Bei Braunlegern wird die nächste Generation grüne Eier legen, bei Marans geht es sogar ins olivgrüne oder olivebraune.

Die Hennen machen im Winter eine Legepause. Es wird allerdings berichtet, dass sie in einem hellen und einladenden Hühnerstall auch im Winter einige Eier legen.

Grünleger – Hühner die grüne Eier legen

Araucana legen grüne Eier. Dies ist zweifelsfrei ein Grund, weshalb diese Hühnerrasse inzwischen weltweit verbreitet ist. In einigen Regionen ist diese Hühnerrasse ausschließlich unter dem Namen „Grünleger“ bekannt.

Araucana ist die einzige Hühnerrasse, die grüne Eier legt. Zwar findet man bei vielen Geflügelfarmen sogenannte „Grünleger“, die den typischen Araucana kaum ähnlich sehen. Bei genauem Blick legen diese Hühner zwar grüne Eier, sind jedoch durch eine Kreuzung mit Araucana Hühnern entstanden. Hier nutzt man die dominante Vererbung der Eifarbe, die jedoch von Generation zu Generation die Eier immer heller werden lässt.

Werden die Eier mit der Brutmaschine ausbrütet, dann ist auf eine geeignete Wärmelampe zu achten.

Wer diese Details beachtet, der wird sich über robuste Küken freuen, die Ausfälle werden gering sein.

Doch es gibt eine Besonderheit, mit der die Schlupfrate und der Aufzuchterfolg massiv leiden würden. Wenn Hahn und Henne die buschigen Bommeln bei den Ohrscheiben ausprägen, dann werden viele Küken in den Eiern bereits absterben oder das Kükenalter nicht überleben.

Deswegen darf immer nur ein Elternteil der Araucana Hühner diese Bommeln ausprägen, um diesen Gendeffekt zu umgehen. Es werden deswegen keine reinerbige Bommelträger gezüchtet.

Farbschläge

Anerkannte Farbschläge:

Wildfarbig

Goldhalsig

Gold-Weizenfarbig

Blau-Weizenfarbig

Blau

Schwarz

Schwarz-Rot

Gesperbert

Weiß

Silberhalsig

Blau-Rot

Blau-Wildfarbig

Blau-Goldhalsig

Die letzten drei Farbschläge werden in Deutschland nicht für Zwerg-Araucana-Hühner anerkannt. Hähne haben einen mittellangen Halsbehang und vollen Sattelbehang. Die Hennen unterscheiden sich vom Hahn nur durch die geschlechtsspezifischen Merkmale und nehmen eine etwas waagerechtere Haltung ein. Die Zwergform soll der Großform abgesehen vom Gewicht möglichst nahekommen.

Farbvarianten und Aussehen

Die Araucana haben eine sehr stark nach oben gerichtete, aufrechte Körperhaltung, was den Einschlag von Kampfhuhnarten erkennen lässt. Statt der Ohrscheiben oder schlichter „Bärte“ haben die Araucana mitunter Ohrbüschel oder „Bommel“, auf Hautwucherungen aufsitzende Kleinfederbüschel, entwickelt. Sie besitzen einen Erbsenkamm und grüne Ständer. Typisch für die Rasse ist die Schwanzlosigkeit, die auch fehlende Schwanzwirbel und eine fehlende Bürzeldrüse mit einschließt.

In Deutschland sind dreizehn Farbvarianten anerkannt, sie reichen von wildfarbig über weizenfarbig, schwarz und blau mit diversen Zeichnungen und Varietäten.

Gut zu wissen

Die Eier von Grünlegern gelten als gesünder, da sie kein oder weniger Cholesterin enthalten. Es handelt sich um einen Mythos, da dieses nur für die Eier weniger Hennen zutrifft. Damit müsste für „gesündere“ Eier jede Henne einzeln ausgewertet und dann mit vergleichbaren Exemplaren separiert werden.

Die Farbe der Eier geht auf die Einlagerung von Abbauprodukten aus dem Blut, der Galle oder anderen Bestandteilen des Körpers zurück. Doch nur bei Grünlegern zieht sich diese Färbung durch die ganze Schale bis zum Inneren durch. Sie wird auf Gallensäure zurückgeführt.

Möglicherweise haben sich halbwild gehaltene Araucana Hennen mit grünen Eiern deswegen durchgesetzt, da grünliche Eier besser getarnt sind.

Reinrassige Araucana haben keine Schwanzwirbel, keine Schwanzfedern und keine Bürzeldrüse. Zudem haben reinrassige Exemplare immer einen roten Erbsenkamm. Es gibt jedoch vermischte Exemplare, die wieder einen normalen Hühnerschwanz oder einen anderen Kamm ausbilden.

Araucanas ohne Schwanz sind teils auch als „Kaulhühner“ bekannt.

Die Zucht ohne Schwanz würde in Deutschland laut §11b des Tierschutzgesetzes als Qualzucht gelten und wäre damit zu vermeiden. Da die Urform der Araucana Hühner bereits keinen Schwanz hatte, ist es eine Erhaltungszucht ursprünglicher Eigenschaften.

Araucana Hühner werden in Deutschland als Groß- und Kleinform mit drei Kopfformen anerkannt:

Bommeln ohne Backen- und Kehlbart

Bommeln mit Backen- und Kehlbart

Backen- und Kehlbart ohne Bommeln

Der gefiederte Kopfschmuck der Araucana Hühner kann die Sicht behindern. Deswegen sollten sie nicht mit Hühnern ohne Haube zusammen gehalten werden, da diese ihnen ansonsten schnell überlegen sind.

Araucana Hühner sind mit etwas Pflege einfach in der Haltung, für den Züchter sind sie jedoch eine Herausforderung.

Ab den 1960er Jahren lösen Legehybriden die festen Hühnerrassen in der kommerziellen Haltung ab. Zu diesem Zeitpunkt wird die private Hühnerhaltung und Hühnerzucht zum Hobby, womit zugleich die Araucana als Liebhabergeflügel entdeckt werden.

Zwerg-Araucanas wiegen mit dem Hahn rund 850 und mit der Henne rund 750 Gramm. Das Eigewicht liegt bei wenigstens 32 Gramm.

 

Ursprünge der Araucanas

Gesichert gilt, dass Araucana Hühner im Jahr 1890 in Chile entdeckt wurden. Die Einheimischen der Region wurden der Überlieferung zufolge nie durch die Spanier besiegt. Das indigene Volk wurde einst Araucana genannt, es nennt sich selber Mapuche. Also wurden ihre schwanzlosen Hühner Araucanas genannt. Diese halbwilden gefiederten Nutztiere lebten bereits in den Andenregionen von Chile, Argentinien und in Teilen Brasiliens.

Bislang ungeklärt ist, wie diese Wildform der Araucanas entstand. Es wird sogar aufgrund der fehlenden Schwanzfedern gemutmaßt, dass sie nicht vom Urahnen aller Haushühner, dem Bankivahuhn, abstammen. Andere Vermutungen gehen darauf zurück, dass Christoph Columbus und weitere Reisende aus der alten Welt Hühner mitbrachten, die sich schnell verbreiteten und über Jahrhunderte hinweg zu dieser Urform der Araucanas wurden.

Am wahrscheinlichsten ist jedoch, dass die ersten Hühner bereits über 100 Jahre vor der Entdeckung durch Columbus von den Polynesiern nach Südamerika eingeführt wurden. Später flossen Landrassen aus dem Mittelmeerraum ein. Diese These stützt sich damit, dass DNA-Analysen eine hohe Ähnlichkeit der Araucaner Hühner mit denen auf den Inseln von Polynesien belegen.

Die im Jahr 1890 entdeckte Urform der Araucana Hühner könnte sich durch die weitere Mischung mit anderen Haushuhnrassen in Chile noch etwas geändert haben, womit wir nicht sicher wissen, wie einstige Araucanas aussahen.

 

Entwicklung der Rasse Araucana

Die ersten Araucana Hühner gelangten bereits zu Zeiten ihrer Entdeckung nach Nordamerika. Im Jahr 1900 und 1914 erreichten sie von dort auch Deutschland, wurden sogar 1921 auf der Weltgeflügel-Ausstellung in Den Haag präsentiert, aber noch nicht weiter gezüchtet. Ab 1920 wurden Araucana Hühner bereits in England und Spanien gehalten.

George Malcolm war ein schottischer Züchter, der in den 1930er Jahren maßgeblich den Rassestandard heutiger Züchtungen geprägt hat. Er erzüchtete zudem lavendelfarbige Araucanas. In Nordamerika züchtete zeitgleich W. Browner Araucana Hühner und kreuzte andere Rassen ein.

1960 trafen weitere Araucanas aus den USA in Deutschland ein, womit hier die gezielte Nachzucht begann.

Heutige Bedeutung der Araucana Hühner

Araucana Hühner sind auch als Grünleger bekannt, da sie als einzige Stammform grüne Eier legen. Da diese Eigenschaft dominant vererbt wird, werden Araucanas als Ausgangsrasse eingesetzt, um weitere „Grünleger“ zu erzüchten. Werden Hybride wiederum mit anderen Haushuhnrassen gekreuzt, dann geht die Eigenschaft der grünen Eier nach und nach verloren.

Nicht allein aufgrund der Farbe, sondern auch aufgrund der nicht ganz stimmigen These, dass grüne Eier weniger Cholesterin enthalten, erfreuen sich die ohnehin hübschen Hühner einer großen Beliebtheit. Das schwanzlose Federvieh mit seinen Bommeln oder Bärten wird zugleich als Zierhuhn sehr geschätzt und zählt nicht allein in Deutschland zu den gefragten Haushuhnrassen.

 

Zuchtbemühungen und Maßnahmen zum Rassenerhalt

Im Jahr 1962 gründete sich der deutsche „Sonderverein zur Erhaltung des Araucana- und Zwerg-Araucana-Huhnes“. Das geht auf die Initiative von Friedrich W. Proebsting zurück, der mit den Züchtern Welberts, Voßhenrich und weiteren zusammenwirkte. Es wurde ein eigener Zuchtstandard erstellt, womit Araucana Hühner im Jahr 1965 durch den BDRG anerkannt wurden.

Trotz einer teils geringen Population mit damit eintretenden genetischen Problemen wurden umgehend verschiedene Farbschläge erzüchtet. Vermutlich aufgrund dieser Problematik importierte Proebsting im Jahr 1964 einige Araucanas aus einem indigenen Dorf Südamerikas. Inzwischen sind für die Großrasse 13 und für die Zwergform 10 Farbschläge anerkannt, Stand 2019.

Das Ziel der deutschen Araucana Zucht besteht darin, das ursprüngliche Huhn in seiner Gestalt mit seinen Merkmalen zu erhalten. Es wird also nur auf andere Farbschläge, aber nicht auf andere Eigenschaften gezüchtet.

Ähnliche Bemühungen gibt es in anderen Ländern, in denen teils weitere Farbschläge anerkannt werden. Im internationalen Vergleich ist Deutschland mit Araucana Züchtern gut aufgestellt. Das spiegelt sich in den vielen Farbschlägen wieder, die teils jedoch sehr selten vorkommen.

Zuchtziele für Araucana Hühner

Rassereine Araucana Hühner haben nach deutschem Standard keinen Schwanz und müssen grüne Eier legen. Heutige Araucanas sollen die ursprüngliche Form behalten.

Die Hähne: Der Rumpf mit breiten Schultern, breiter Brust und vollem Bauch soll gut gerundet sein und leicht aufrecht getragen werden. Der Hahn hat reichlich Hals- und Sattelbehang. Die Flügel liegen fest an und stehen nicht nach hinten über, das Federkleid ist insgesamt fest anliegend. Araucana Hühner haben einen unregelmäßigen Erbsenkamm.

Die Bommeln, auch Federquasten oder Tuffs genannt, können bei einigen Araucana Hühnern anstelle der Ohrlappen aus einer warzenähnlichen Hautfalte wachsen. Andere Araucanas haben einen ausgeprägten Backenbart und die nächsten haben Bommeln und Backenbart.

Die Hennen unterscheiden sich zu den Hähnen nur durch geschlechtsspezifische Details.

Unterschiedliche Merkmale am Kopf oder Abweichungen vom optimalen Farbschlag werden bei Wettkämpfen „verschmerzt“, da es praktisch unmöglich ist, Araucana Hühner mit allen äußerlichen Merkmalen einheitlich zu züchten. Deswegen haben sich in verschiedenen Ländern bereits unterschiedliche Varianten und auch Hybridkreuzungen etabliert.

Kurz und bündig lauten die Zuchtziele:

Grünfärbung der Eier

Erhalt vorhandener Farbschläge

Erhaltungszucht für gesunde Gene

Erhalt der ursprünglichen Eigenschaften und Robustheit

Erhalt der ursprünglichen Form mit gut gerundetem, von oben oval wirkendem Rumpf

 

 

 

 

 

 

Source: New feed

Feivel hat seine Chance verdient – wer hat Zeit, Geduld und ein großes Herz?

Feivel ist ein sehr aktiver und sportlicher Hund, der eine ebenso aktive Familie sucht.
In seiner Pflegestelle genießt er die Waldspaziergänge, geht gerne joggen und ist auch schon bei ausgedehnten Tagestouren mit dabei gewesen.
Unser Feivel genießt das „Landleben“. Er ist wahnsinnig gelehrig, kennt Sitz, Platz, Fuß, High Five, ins Körbchen und lernt neue Tricks in Windeseile. Im Haushalt zeigt er sich sehr verschmust, menschenbezogen und kann gut entspannen. Wir empfehlen für diesen stattlichen Rüden den Besuch einer Hundeschule oder die Arbeit mit einem Hundetrainer.
Ein gezieltes Training, konsequentes Führen und geistige Auslastung sind für Feivel sehr wichtig.
Er hat and der Leine ein paar Unsicherheiten entwickelt, an denen die Pflegestelle schon mit ihm arbeitet, aber auch weiterhin daran gearbeitet werden muss. Dies zeigt sich hauptsächlich beim Treffen mit anderen Rüden. Hier entscheidet die Sympathie. Hündinnen liebt der hübsche Herzensbrecher und wäre auch als Zweithund (zu einer Hündin) geeignet. Kleine Kinder sollten nicht im Haushalt leben. (erst ab ca. 10 Jahren)
Für Feivel wünschen wir uns einen sportlichen Haushalt, mit Menschen die gerne mit ihm arbeiten.
Der Umgang mit unsicheren Hunden sollte bereits bekannt sein. Mit Liebe, Geduld und der richtigen Führung (Hundeschule) wird aus Feivel ganz schnell ein tolles, zuverlässiges und glückliches Familienmitglied. Wer möchte sich dieser Aufgabe stellen?

Feivel ist gechipt, geimpft, entwurmt und nicht kastriert. Er hat seit ca. 11 Wochen einen Hormonchip.
Vermittelt wird er mit einem Schutzvertrag über den Verein Streunerglück e.V.

Wer gibt ihm eine Chance?

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Was ist von der COP26 in Glasgow für das Klima zu erwarten? Ein Gastbeitrag der britischen Botschafterin in Berlin, Jill Gallard. 

Gestern startete in Glasgow die Weltklimakonferenz COP26. Ein wichtiger Moment für alle, die sich lange und intensiv darauf vorbereitet haben. Ich habe während meiner Laufbahn als Diplomatin gesehen, wie das Thema Klimaschutz für britische Regierungen immer wichtiger wurde. Seit ich vor einem Jahr nach Berlin kam, haben mein Team und ich uns sehr bemüht, zum Erfolg der COP26 beizutragen, ebenso wie alle anderen Botschaften, deren diplomatische Bemühungen auf Hochtouren liefen, und natürlich das Team in London, das alles koordiniert hat.

Einige Fortschritte lassen sich bereits verzeichnen:

Durch unsere Partnerschaft mit Italien, bei der COP, aber auch als G7 und G20 Vorsitzende, konnten wir den internationalen Klimaschutz ganz oben auf die politische Agenda setzen. Viele Länder haben ehrgeizigere Klimaschutz-Zusagen (NDCs) vorgelegt – darunter alle G7-Staaten.

Neue Ankündigungen der Geberländer, nicht zuletzt von Deutschland, und ein neuer „Fahrplan“ für Klimafinanzierung lassen erwarten, dass wir die versprochenen 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr für die Unterstützung der Entwicklungsländer in naher Zukunft erreichen werden. Und nie zuvor gab es so viel technologischen Fortschritt, Engagement und so viele Ideen, um die Welt auf den Weg der Klimaneutralität zu bringen.

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Aber die Herausforderungen bleiben riesig. Auch mit den inzwischen 116 neuen beziehungsweise aktualisierten NDCs sind wir noch weit von dem entfernt, was für die Einhaltung des 1,5‑Grad-Ziels notwendig ist. Vom G20-Gipfel am Wochenende kamen zwar einige positive Signale, aber sie sind „Tropfen in einem sich rasch erwärmenden Ozean“, wie Premierminister Boris Johnson sagte. Also nicht genug.

Was kann, was muss die Klimakonferenz in Glasgow leisten?

Unser erstes Ziel ist eine Einigung auf die noch offenen Punkte des Pariser Abkommens. Wir erwarten von allen Verhandlern, dass sie mit der ernsthaften Bereitschaft nach Glasgow kommen, nach Lösungen zu suchen.

Unser zweites Ziel sind ehrgeizige neue Zusagen, vor allem in den Bereichen Minderung, Anpassung und Finanzierung. Wir brauchen mehr Mittel für Anpassung, denn der Klimawandel passiert jetzt, vor allem in ärmeren Ländern. Darüber hinaus brauchen wir konkrete Maßnahmen, um Klimaschutzziele umzusetzen: Wir müssen schnell aus der Kohlekraft aussteigen, die Wende zur Elektromobilität beschleunigen und die Waldzerstörung stoppen. In diesen drei Bereichen hat das Vereinigte Königreich seit Beginn unserer Präsidentschaft gezielte Kampagnen verfolgt, die auf der COP26 mit speziellen Thementagen prominent behandelt und natürlich nach der COP weiter vorangebracht werden.

Jill Gallard Botschafterin UK Berlin und der stellvertretende Botschafter Kieran Drake vor der Berliner Mauer
Die Botschafterin und der stellvertretende Botschafter Kieran Drake © British Embassy Berlin

Unser drittes Ziel ist eine inklusive COP, bei der verschiedene Stimmen Gehör finden – Vertreter indigener Völker, die Jugend, die breite Zivilgesellschaft. Die UN-Initative „Race to Zero“ bündelt Klimaneutralitäts-Zusagen von Unternehmen, Städten, Regionen. Als Botschafterin hier in Deutschland freut es mich besonders, dass in letzter Zeit einige namhafte deutsche Unternehmen, mehrere Städte und einige Bundesländer dem „Race to Zero“ beigetreten sind.

Keine Wunder zu erwarten, aber Fortschritte

Wir werden keine Wunder bewirken können in Glasgow. Aber ich hoffe, dass wir in diesen drei Bereichen Fortschritte machen, mit Unterstützung unserer wichtigsten Partner. Als Präsidentschaft sind wir bereit, viel Verantwortung zu übernehmen, aber zum Gelingen von Glasgow müssen alle 197 Staaten beitragen.

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Unseren Partnern in Deutschland– der Bundesregierung, deutschen NGOs und Jugendorganisationen, Unternehmen und der Wissenschaft sei an dieser Stelle herzlich gedankt für ihre Unterstützung.

Das eigene Beispiel

Als Botschafterin versuche ich, mit gutem Beispiel voranzugehen: An der Botschaft in Berlin haben wir komplett auf Ökostrom umgestellt. Mein Dienstwagen ist ein elektrischer Jaguar, und ich fahre viel Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wegwerfplastik haben wir komplett aus der Botschaft verbannt.

Es sind die kleinen Dinge des Alltags, mit denen jeder von uns etwas tun kann. Um unseren Planeten zu schützen, und die unser aller Bewusstsein für die Umwelt schärfen.

Hinweis: In diesem Beitrag ist eine Umfrage eingebunden, bitte besuche die Webseite, um an der Umfrage teilzunehmen.

Der Beitrag COP26 Glasgow: Was die Klimakonferenz in Glasgow leisten kann — und muss erschien zuerst auf WWF Blog.


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Die Preise für fossile Energieträger sind rasant gestiegen. Allen voran der Gaspreis. Der Börsenstrompreis hat sich verdreifacht. Ausgerechnet zu Beginn der Heizperiode drohen europaweit spürbar höhere Kosten. Die Klimapolitik wird dabei oft zum Sündenbock. Das ist gefährlich.

Gerade jetzt brauchen klima- und energiepolitische Maßnahmen die Unterstützung einer breiten Öffentlichkeit. Klar ist: ein höherer Anteil an erneuerbaren Energien hätte den ausufernden Preisen Einhalt geboten. Einmal mehr zeigt sich, dass verpasste Chancen beim Klimaschutz sehr teuer werden können. Wenn die Debatte um hohe Energiepreise jetzt in die falsche Richtung gelenkt wird, könnten wichtige klimapolitische Instrumente, darunter die CO2-Bepreisung, im Streit zwischen den EU-Mitgliedsstaaten zerrieben werden. Das gefährdet auch die Energiewende.

Volatile Preise für Gasimporte treiben Kosten in die Höhe

Laut der Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden, kurz ACER, sind die gestiegenen Gaspreise an den globalen Märkten der Hauptgrund für die rasante Energiepreisentwicklung. Nach dem pandemiebedingten Einbruch der Konjunktur läuft der globale Wirtschaftsmotor wieder an. Damit schnellt auch die Nachfrage nach fossilen Energieträgern nach oben – zuletzt insbesondere in Asien. Dort ist die Zahlungsbereitschaft hoch. Gleichzeitig war der letzte Winter überdurchschnittlich kalt, die europäischen Gasspeicher sind für diese Jahreszeit ungewöhnlich leer. Der nun bevorstehende Winter wird die weitere Preisentwicklung entscheidend beeinflussen.

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Einige Energieversorger haben sich bereits aus dem Markt zurückgezogen und bieten derzeit keine neuen Gas- oder Stromverträge an. Der Deutsche Mieterbund sowie der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) warnten angesichts der Preisentwicklung vor einer Nebenkostenexplosion – auch, da Verbraucher:innen in die teure Grundversorgung rutschen könnten, wenn Energieanbieter sich übergangsweise zurückziehen. Unterdessen geht die Internationale Energieagentur (IEA) davon aus, dass die Nachfrage nach Rohöl über den Winter deutlich steigt. Die Gaskrise kann sich so auch auf den Ölmarkt ausweiten.

Die aus dem Ruder gelaufenen Energiepreise zeigen, wie problematisch Europas Abhängigkeit vom Import fossiler Energieträger ist. Auch aus geopolitischer Sicht. In einem globalen Markt kann es zu hohen Preisausschlägen kommen. Gerade dann, wenn Nachfragespitzen auf eine knappe Versorgungslage treffen.

CO2-Preis ist nicht für die hohen Kosten verantwortlich

Der logische Rückschluss müsste also lauten, sich endlich unabhängig von fossilen Energieträgern zu machen – und zwar nicht nur im Sinne des Klimaschutzes, sondern auch, um das Portemonnaie zu schonen. Stattdessen kann man geradezu absurde Entwicklungen beobachten. Die hohen Gaspreise führen dazu, dass die noch schmutzigere Kohle – trotz CO2-Bepreisung – wieder wettbewerbsfähig wird. Sogar die unter normalen Umständen extrem teure Steinkohle kann derzeit günstiger verfeuert werden als Erdgas. Gleichzeitig werden die Rufe nach neuen Gaskraftwerken lauter. Dabei sind Gaskraftwerke sogenannte Grenzkraftwerke. Sie decken in der Regel den Letztbedarf, der den Strompreis festlegt, welcher folglich ebenso rasant gestiegen ist, wie der Gaspreis. Der französische Präsident, Emmanuel Macron, holte jüngst sogar die Atomkraft wieder aus der Mottenkiste – die teuerste Form der Energieerzeugung, ganz zu schweigen vom Entsorgungsproblem und den Sicherheitsrisiken. Neun weitere EU-Staaten schlossen sich dem Aufruf an, Atomenergie in die EU-Taxonomie aufzunehmen.

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Die entscheidende Rolle der erneuerbaren Energien geht in der Empörung über die hohen Energiepreise unter, so scheint es. Wer angesichts der aktuellen Lage behauptet, dass die Klimapolitik – oder gar die Energiewende – für die hohen Gas- und Strompreise verantwortlich seien, erweckt bei der Öffentlichkeit ein falsches Bild. Zwar ist der ETS-Preis im Jahresverlauf ebenfalls gestiegen. Doch der Anteil an der gesamten Preisentwicklung ist sehr gering, wie eine Analyse des Energie-Think-Tanks Ember zeigt.

Mehr Erneuerbare hätten die Energiepreise abfedern können

Gerade jetzt gilt: die Verbrauchssektoren müssen so schnell wie möglich elektrifiziert werden — mit Windenergie und Photovoltaik. Solange fossile Energieträger, wie Gas und Kohle, wesentlich zum Strommix beitragen, haben Preissteigerungen nicht nur einen Einfluss auf die Wärmeversorgung. Auch der Strompreis wird dann mitgerissen. Hätte man den Ausbau der Erneuerbaren Energien in den vergangenen Legislaturperioden nicht abgewürgt, wäre Deutschland heute unabhängiger von dieser Volatilität. Die Transformation des Energiesystems wäre die Aufgabe des letzten Jahrzehnts gewesen. Wind- und Solarenergie sind auch hierzulande unlängst die günstigsten Formen der Energieerzeugung. Mehr noch: pro eingesetztem Euro haben sie das größte Emissionsminderungspotenzial. Von den geringen Stromgestehungskosten könnten die Verbraucher:innen nicht nur beim Strompreis profitieren. Auch im Wärme- und Verkehrssektor könnten die günstigeren Erneuerbaren zum Einsatz kommen – in Gestalt von E‑Autos und Wärmepumpen. Natürlich wäre auch aus Klimaschutzperspektive ein schnellerer Ausbau der Erneuerbaren dringend nötig. Erst zu Beginn der Woche zeigte die IEA in ihrem World Energy Outlook, dass die derzeitigen klimapolitischen Zusagen nur 20 Prozent der Emissionsreduktionen abdecken, die nötig wären, um bis 2030 wieder auf den 1,5°C‑Pfad zurückzukehren.

Was wir jetzt brauchen

Kurzfristig braucht es jetzt wirksame Mechanismen, die die steigenden Energiepreise insbesondere für ärmere Haushalte abfedern. Langfristig ist die echte Lösung gegen Preisspitzen der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern – allen voran Kohle, aber auch Öl und Gas.

Wir fordern daher, dass 80 Prozent des Bruttostromverbrauchs bis 2030 aus Erneuerbaren stammen sollten. Im Schnitt müssten mindestens 15 bis 20 Gigawatt an Wind- und Solarenergie pro Jahr neu ans Netz gehen, damit Deutschland die eigenen Klimaziele erreichen kann. Das ist eine Vervielfachung des aktuellen Zubaus. Speichertechnologien und eine Strategie für grünen Wasserstoff müssen diese Transformation flankieren. Parallel dazu müssen die Subventionen für fossile Brennstoffe endlich abgebaut werden. Gleichzeitig sollte der CO2-Preis steigen. Auch hierfür braucht es Instrumente zur sozial gerechten Ausgestaltung, wie etwa eine Klima-Prämie.

Keine Scheindebatten!

Es ist jetzt höchste Zeit, sich nicht in Scheindebatten zu verlieren, die auf energiepolitische Abwege führen. Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, bis spätestens 2045 klimaneutral zu wirtschaften. Große Leitstudien haben gezeigt: Das ist machbar, das ist finanzierbar. Entscheidend ist, dass die breite Unterstützung der Bevölkerung, die die Energiewende so dringend braucht, jetzt nicht verloren geht. Deshalb müssen die tatsächlichen Gründe für die hohen Energiekosten auf den Tisch. Die aktuelle Preisentwicklung ist eine Warnung an jene Länder, die die Transformation ihres fossilen Energiesystems nicht entschlossen in Richtung der erneuerbaren Energien voranbringen. Für die Energiewende in Deutschland muss daher jetzt das Jahrzehnt der Umsetzung beginnen.