Wer gegenüber einem Tier Mitleid fühlt,dem wird auch Gott Mitleid schenken.

umwelt

Die Ausbeutung unserer Erde wird massiv durch Industrieprodukte vorangetrieben, die besonders viele Rohstoffe und Energie benötigen.
Auf der einen Seite können wir das durch weniger Konsum ausgleichen. Auf der anderen Seite gibt es heute auch immer mehr Betriebe, die umweltschädliche Herstellungsverfahren revolutionieren, um die Ressourcen unseres Planeten zu schonen. Ein Beispiel für diese Industrie der Zukunft kommt aus der Zement- und Betonproduktion. Die ist nämlich – wie viele vielleicht nicht wissen – ein großes Problem für unsere Umwelt.

So geht Zukunft

Wie werden wir leben? Woher kommt unser Essen, unsere Energie, unsere Kleidung? Wie bewegen wir uns fort und wie kann das alles umweltverträglich geschehen? Wir haben uns mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) auf die Suche nach Vorbildern für ein zukunftsfähiges, sozial-ökologisches Wirtschaften gemacht. Und dabei erstaunliche Ansätze gefunden. So geht Zukunft. Wir stellen einige der Ansätze in lockerer Serie vor. Hier: Ressourcenintensive Industrie

Zement und Beton: Extrem umweltschädlich

Bezogen auf die Masse ist Zement das weltweit am meisten hergestellte Produkt. Kein Wunder, Zement ist schließlich die Grundzutat für Beton. Doch die Herstellung von Beton und Zement benötigt Unmengen an Wasser und Energie, setzt bei der Produktion noch zusätzlich CO2 frei und verursacht daher die Riesenmenge von etwa fünf Prozent der globalen Treibhausgasemissionen. Das ist mehr als doppelt so viel, wie ganz Deutschland an Treibhausgas ausstößt.

Gleich zwei bahnbrechende Erfindungen

Das amerikanische Start-Up-Unternehmen Solidia hat eine neue, nachhaltigere Art von Zementproduktion erfunden und nutzt für die Weiterverarbeitung zu Beton ein innovatives Verfahren, bei dem kein Wasser verschwendet und sogar CO₂ wieder verwertet wird. Ein Vorzeigeprojekt ressourcenschonender Produktion. Um seine Vorteile für die Umwelt zu erklären, muss ich allerdings etwas in die chemischen Details gehen.

Industrie der Zukunft: Umweltfreundlicher Zement

Industrie der Zukunft: Umweltfreundlicher Zement
Die Industrie der Zukunft braucht bahnbrechende Erfindungen wie diese © Solidia

Für die Herstellung von Zement wird Kalkstein zu Kalk gebrannt. Dabei entstehen große Mengen CO₂. Solidia ersetzt rund zwanzig Prozent des Kalksteins durch die gleichwertige chemische Verbindung Calciumsilikat. Diese verursacht kein Kohlenstoffdioxid im Gegensatz zur Kalkherstellung. Zusätzlich kann durch die neue Zusammensetzung die Brenntemperatur um 200 °C gesenkt werden. Insgesamt verringert die neue Methode den CO₂-Ausstoß dadurch um fast ein Drittel!

Innovative Beton-Herstellung

Solidia stellt aus Zement Beton her und daraus Betonfertigteile wie zum Beispiel Beton-Ziegel. Die Weiterverarbeitung des Zements zu Beton erfolgt normalerweise durch die Zugabe von Gesteinen, Sand und 60 bis 90 Liter Wasser pro Kubikmeter Beton.

Solidia hat einen Weg gefunden, das Wasser durch eine chemische Reaktion mit Kohlenstoffdioxid zu ersetzen. Das dafür benötigte CO₂ wird aktuell aus den Abgasen von Müllverbrennungsanlagen herausgefiltert und im Solidia-Beton gebunden, dadurch wird der Atmosphäre sogar CO2 entzogen.
Zusätzlich sorgen geschlossene Kammern bei Solidias Beton-Produktion dafür, dass immer noch benötigtes Wasser wieder verwendet wird. Es wird praktisch kein neues Wasser mehr gebraucht.

Folge uns in Social Media

Facebook
Twitter
Youtube
Instagram
LinkedIn
TikTok
Newsletter
if(“undefined” !== typeof jQuery && null!= jQuery){jQuery(“.sfsi_plus_widget”).each(function( index ) {
if(jQuery(this).attr(“data-position”) == “widget”)
{
var wdgt_hght = jQuery(this).children(“.sfsiplus_norm_row.sfsi_plus_wDiv”).height();
var title_hght = jQuery(this).parent(“.widget.sfsi_plus”).children(“.widget-title”).height();
var totl_hght = parseInt( title_hght ) + parseInt( wdgt_hght );
jQuery(this).parent(“.widget.sfsi_plus”).css(“min-height”, totl_hght+”px”);
}
});}

Industrie der Zukunft: Neue Technologien sind nötig
Der neue Beton wird gepresst © Solidia

Zukunftsfähige Technologien entlasten die Umwelt

Bisher können nur kleinere Beton-Fertigteile wie Pflastersteine oder Ziegel mit dem neuen Solidia-Verfahren hergestellt werden. Diese aber zu ähnlichen Kosten und mit deutlich geringerem Umwelteinfluss. Zudem verfügt der Beton von Solidia teilweise über bessere Produkteigenschaften wie eine längere Haltbarkeit und eine größere mögliche Farbpalette.

Das Start-Up Solidia hat weltweites Interesse geweckt. Und das ist gut so! Je mehr Betriebe dem Beispiel folgen, desto weniger bleibt es eine Vision, Wirtschaft und Nachhaltigkeit zu vereinbaren.

Mehr bemerkenswerte Projekte nachhaltigerer und sozialerer Wirtschaft und Produktion

Der Beitrag So geht Zukunft: Innovationen für die Umwelt erschien zuerst auf WWF Blog.


Source: New feed