Wer gegenüber einem Tier Mitleid fühlt,dem wird auch Gott Mitleid schenken.

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Hasen sehen niemals rot. Trotzdem boxen Häsinnen gerne mal einen Verehrer um. Und sie können zweimal gleichzeitig schwanger werden. Was tun, wenn man ein Hasenjunges findet? Erstaunliches und Wichtiges aus der Welt der Langohren:

Von der Wüste bis zum Gletscher

Hasen gibt es heute auf allen Kontinenten der Erde außer in der Antarktis. Sie wurden vom Menschen auch eingeschleppt, wo sie ursprünglich nicht vorkamen und bewohnen vor allem Grasland, aber auch Halbwüsten, Hochgebirge und tropische Wälder. Es gibt den Wüstenhasen in Zentralasien, den Kap-Hasen in Afrika, Burmesische Hasen in Südostasien und Alaska-Hasen. In Deutschland und Europa sind vor allem Feldhase, Schneehase und Wildkaninchen heimisch.

Welche Hasen-Arten gibt es und wo leben sie?
Schneehasen leben in den Alpen © imago / blickwinkel / S.Gerth

Kaninchen sind Hasen – und trotzdem ganz anders

Zur biologischen Säugetierfamilie der Hasen gehören auch die Kaninchen: Wildkaninchen und ihre Zuchtform, die Hauskaninchen. Innerhalb der Hasenfamilie gibt es aber die Gattung der Echten Hasen. Diese unterscheiden sich sehr von den Kaninchen.

Echte Hasen haben längere Ohren, längere und kräftigere Hinterläufe, einen dünneren Schädel und sind größer und schlanker als die gedrungenen Kaninchen. Während Kaninchen sich unterirdische Bauten graben, leben Hasen im freien Feld und flachen Mulden, sogenannten Sassen. Neugeborene Hasen sind Nestflüchter, haben bereits Fell und können sehen. Kaninchen kommen blind und nackt als Nesthocker zur Welt. Echte Hasen und Kaninchen können sich nicht paaren.

Sind Hasen und Kaninchen verwandt? Wie unterscheiden sie sich?
Wildkaninchen in Deutschland © imago / imagebroker / Erhard Nerger

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Hasen: Schnelle Sprinter, gute Schwimmer

Da sich Echte Hasen nicht in Höhlen verstecken, müssen sie bei Gefahr mit hoher Geschwindigkeit fliehen. Feldhasendie am weitesten verbreiteten Vertreter in Deutschland — können bis zu 80 km/h schnell werden, drei Meter weit und zwei Meter hoch springen und sehr gut schwimmen. Auf der Flucht schlagen sie ihre typischen Haken, ändern also mehrfach abrupt die Richtung.

Zweimal gleichzeitig schwanger

Die Rammler machen ihrem Namen alle Ehre und bekommen bis zu sechsmal im Jahr Nachwuchs. Häufig paaren sich trächtige Häsinnen schon kurz vor dem Wurftermin erneut und können gleichzeitig noch einmal schwanger werden. Die sogenannte Superfötation oder Doppelträchtigkeit.

Hasen leben fast überall auf der Welt
Antilopenhase: Einer der größten, schwersten Echten Hasen, Arizona & Mexico © imago / Danita Delimont / Richard T.Wright

Das einsame Leben der Hasenbabys

Gleich nach der Geburt verlässt die Hasenmutter ihre Jungen und kommt nur alle 24 Stunden zum Säugen zurück. Dessen sollte sich bewusst sein, wer einen vermeintlich verwaisten jungen Feldhasen findet und ihn lieber in Ruhe lassen.

Die Hasenmutter vermeidet damit, dass ihr Geruch Feinde wie Füchse, Wildschweine oder Greifvögel anlockt. Ihre Jungen selbst sind fast geruchslos. Die Muttermilch der Häsin muss lange vorhalten und ist besonders nahrhaft, viermal so fett wie Kuhmilch.

Unzähmbar

Feldhasen sind echte Wildtiere und lassen sich nicht zähmen und in Gefangenschaft halten, selbst wenn sie mit der Flasche aufgezogen wurden. Wer tatsächlich ein verwundetes Hasenjunges findet, sollte es in einem Karton mit Luftlöchern zu einer Wildtierstation bringen. Es muss später wieder ausgewildert werden.

Hasen-Baby gefunden. Wann sollte man helfen? Tipps
Was tun, wenn man ein Feldhasenjunges findet? © imago / imagebroker / Erhard Nerger

Ein Hase frisst alles zweimal

Hasen fressen Gras, Kräuter, Blätter, Blüten, im Winter auch Zweige, Rinde und Wurzeln. Um die schwer verdauliche Nahrung besser verwerten zu können, fressen die Tiere sie zweimal: Sie scheiden die Pflanzenkost als sogenannten Blinddarmkot aus und fressen diesen weichen Kot nochmals.

Hasen sehen niemals Rot

Die Langohren sind kurzsichtig und Bewegungsseher, nehmen also hauptsächlich Dinge wahr, die sich bewegen. Dafür geben ihnen ihre seitlich stehenden Augen einen Rundum-Blick von fast 360 Grad. Und sie sehen die Welt in Grün- und Blautönen, da ihren Augen die Zapfen zur Wahrnehmung der Farbe Rot fehlen.

Powerfrauen

Im Frühjahr zum Höhepunkt der Paarungszeit lassen sich vermehrt kämpfende, miteinander boxende Feldhasen beobachten. Doch es sind keine Männchen, die hier um ein Weibchen buhlen. Sondern meist Häsinnen, die zu aufdringliche Verehrer abwehren!

Feldhasen können gut schwimmen und sehr schnell werden. Sind sie vom Aussterben bedroht?
Feldhasen durchqueren mühelos Seen und Bäche © imago / blickwinkel / AGAMI / H.Gebuis

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Gut versteckt

Feldhasen suchen sich ihre Sasse gerne so, dass sie einen guten Überblick haben. Über absichtliche Umwege und zuletzt mit einem großen Sprung gelangen die Einzelgänger in ihre Mulde, um nicht erschnüffelbar zu sein. Flach liegend und mit ihrer Fellfarbe gut getarnt, harren sie hier aus bis zum letzten Moment, bevor sie fliehen. Im Winter lassen sie sich in ihrer Sasse sogar einschneien.

Beim Spazierengehen sollte man auf den Wegen bleiben, um die scheuen Tiere nicht zu erschrecken. Und zwischen Feldern vor allem von Januar bis April Hunde an die Leine nehmen.

Feldhase folgt Mensch

Die Mümmelmänner ziehen offenes Grasland dicht bewachsenen Regionen und Wäldern vor. Deshalb folgten sie dem Wälder rodenden Mensch jahrhundertelang auf seine bewirtschafteten Flächen. Die heutige intensive Landwirtschaft allerdings lässt ihnen kaum noch Nahrung oder Deckung, vergiftet sie mit Chemie und bedroht Jungtiere durch große Maschinen.

Feldhasen gelten in Deutschland als gefährdet, in einigen Bundesländern wie Brandenburg und Sachsen-Anhalt als stark gefährdet. Der WWF setzt sich für eine Landwirtschaft im Sinne der Artenvielfalt ein, die zum Beispiel ausreichend Büsche und pflanzenreiche Feldränder stehen lässt.

Wozu die langen Löffel?

Warum haben Hasen so lange Ohren? Können Hasen Farben sehen?
Eselhase mit extrem langen Ohren in USA und Mexiko © imago / Nature Picture Library / Cyril Ruoso

Der Hase kann seine Ohren – in der Fachsprache Löffel – wie Schalltrichter in verschiedene Richtungen drehen und sehr gut hören. Je heißer der Lebensraum, desto länger die Löffel. Denn sie dienen auch der Kühlung: Stark durchblutet, transportieren sie Wärme ab.

Die ungewöhnlichsten Hasen der Welt

Sie sehen eher aus wie Meerschweinchen und haben mitnichten lange Löffel, sondern runde, kleine Ohren. Trotzdem gehören sie zur Familie der Hasen und machen ansonsten ihrem Namen alle Ehre: Pfeifhasen warnen und balzen in hohen, pfeifenden Tönen. Sie leben in den Steppen‑, Wald- und Gebirgsregionen Russlands, in Zentral- und Ostasien, im Himalaja und dem Nordwesten Amerikas.

Doch die amerikanischen Pfeifhasen gehören zu den ersten Opfern der Klimakrise. Die kleinen Tiere mit einer Körpertemperatur von über 40 Grad senken bei Hitze ihre Aktivität und brauchen kühle, feuchte Bergregionen. Ihre isolierten Lebensräume in Nordamerika bieten ihnen aber bei steigenden Temperaturen keine Korridore in höher gelegene Regionen.

Die ungewöhnlichsten Hasen der Welt
Pfeifhase, auch Pika genannt © imago / agefotostock

Hasen sind keine Nagetiere

Hasen haben Nagezähne, nagen und müssen das auch tun. Nach einem Jahr wären ihre Zähne sonst etwa anderthalb Meter lang. Doch die Langohren gehören nicht zur Ordnung der Nagetiere. Sie haben zusätzliche Stiftzähne hinter den Nagezähnen und können nicht mit den Vorderpfoten greifen.

Warum gibt es den Osterhasen?

Zu guter Letzt die alte Frage – auf die es keine eindeutige Antwort gibt. Eier und Hasen passen als Fruchtbarkeitssymbole zum Frühjahrsfest. Möglicherweise hoppelten die Langohren nach dem Winter zu dieser Jahreszeit vermehrt in Gärten, um Futter zu suchen. Der Brauch soll zuerst im Elsass, der Pfalz und am Oberrhein entstanden sein. Durch das missratene Gebäck eines Osterlamms, das wie ein Hase aussah? Durch Eltern, denen die scheuen und schnellen Tiere ideal erschienen, um ihren Kindern zu erklären, wer nach der Fastenzeit heimlich die Eier versteckt? Heute weiß das niemand mehr so genau.

Der Beitrag Hasen: Was Du (vielleicht) nicht über sie wusstest erschien zuerst auf WWF Blog.


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Immer mehr Menschen hungern weltweit. Im Sommer 2019 schlug UN-Generalsekretär António Guterres Alarm. Das war vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Wie wir wissen hat durch durch die Pandemie Armut und Hunger nur noch mehr zugenommen.

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Jetzt findet am 23. September 2021 (virtuell) der erste Ernährungsgipfel der Vereinten Nationen (UN Food Systems Summit UN FSS) statt. Es ist der erste Gipfel dieser Art. Hungerbekämpfung und Nachhaltigkeit sollen dadurch öffentliche Aufmerksamkeit bekommen und dringend notwendige Impulse für einen Wandel des globalen Ernährungssystems setzen. 

Große Ziele, beschämende Bilanz

Große Ziele beim Thema Hunger hat die internationale Gemeinschaft schon lange. Und sie fand dafür große Worte. Das Menschenrecht auf Nahrung wird 1948 in der Allgemeinen Erklärung zu Menschenrechten erwähnt. Der UN-Sozialpakt verankerte 1976 das Menschenrecht auf Nahrung völkerrechtlich. Auf dem World Food Summit in Rom beschlossen die Staatschefs, die Zahl der hungernden Menschen von 830 Millionen bis 2015 zu halbieren. Das klappte nicht. 2015 wurden die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) zur Beseitigung des Hungers bis 2030 beschlossen. Auch deren Erfüllung droht krachend zu scheitern. 720–811 Millionen Menschen litten 2020 Hunger. Es ist beschämend. 

Was soll der UN FSS also bringen?

Brauchen wir wirklich eine neue Konferenz? Trotz alldem: Ja. Wir müssen über die Dringlichkeit und die Wichtigkeit des Umbaus des Ernährungssystems reden. Wie soll es anders gehen als durch einen weltweiten politischen Prozess. Es braucht einen Rahmen, unter dem die Staatschefs der Welt zusammenkommen und sich dazu verpflichten, die Ernährungsstrategien in ihren Ländern zu verändern. 

Was jetzt passieren muss

Kleinbauern Ernährungsgipfel UN UNFSS
Der Hunger auf der Welt, die Umweltprobleme und Klimaauswirkungen müssen bekämpft werden – gemeinsam und nachhaltig.  © Karine Aigner / WWF-US

Das Ernährungssystem ist mit vielen anderen Bereichen sehr eng verflochten ist: Gesundheit, Klima, Landnutzung, Arbeits- und Lebensbedingungen, Armut. Also müssen wir integrierte nachhaltige Lösungen finden. Ein Silo-Denken einzelner Ministerien bringt uns nicht voran. Ebenso können einzelne Länder individuell nur bedingt Nachhaltigkeit erreichen. Dafür sind unsere Lieferketten zu verknüpft und verbunden. Entscheidungen in einem Land betreffen auch andere Länder, deren Bevölkerungen und die Weltgemeinschaft. Etwa bei den Lieferwegen, Arbeitsbedingungen, Klimaauswirkungen. Also müssen die verschiedenen am Ernährungssystem beteiligten Stakeholder zusammengebracht werden. Dies am besten in Form von Beteiligungsmechanismen, die auch Verbraucher:innen, Landarbeiter:innen, Kleinbäuer:innen, schlicht alle Akteure mit einbeziehen. Zum anderen müssen internationale Lösungen gefunden werden, gerecht und nachhaltig gestaltet und die beste Option für die internationale Gemeinschaft. 

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Der Hunger auf der Welt, die Umweltprobleme und Klimaauswirkungen müssen bekämpft werden – gemeinsam und nachhaltig. Hierfür müssen feste Ziele gesetzt und kontinuierlich nachgehalten werden. Und ja, genau dafür braucht es einen regelmäßig stattfindenden UN FSS, mit Commitments aller Staaten und ambitionierten Zielen, die unsere Nahrungsgrundlage auch für zukünftige Generationen für die Weltgemeinschaft sichern. 

Der UN FSS kann natürlich allenfalls ein erster Auftakt sein. Für Impulse, Koalitionen, Lösungsvorschläge und Commitments. Dann muss es weiter gehen. Die Länder müssen ihre Versprechungen auch umsetzen. Der Worte sind genug gewechselt. 

Der Beitrag Ernährungsgipfel der UN – was soll das schon bringen? erschien zuerst auf WWF Blog.


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Today, the cat is the second most common and popular pet in the United States after the dog. More than 500 million cats live around the globe, and in 2017, there was a total of approximately 95.8 million cats living in households in America.
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Ein tierisches Wochenende liegt hinter mir: Ich habe eine hilflose Fledermaus gefunden. Wie die meisten bin auch ich nicht gerade eine Fledermaus-Expertin und war dementsprechend zunächst ratlos. Deshalb möchte ich meine Erfahrungen mit Euch teilen und ein paar nützliche Tipps geben.

Erst einen Vogel, dann eine Fledermaus gefunden

Eigentlich fing alles damit an, dass ein Vogel gegen eines der Fenster meiner Souterrain-Wohnung geflogen ist. Da saß er nun, der Kleine, zum Glück noch lebendig. Ich wollte ihn in einen Schuhkarton packen, bis es ihm wieder besser geht. Aber als ich aus dem Fenster kletterte, flog er weg. Dafür entdeckte ich, auf dem Betonboden liegend, ein kleines braunes Fellknäul: eine Zwergfledermaus.

Tipp: Handschuhe schützen vor Bissen

Hier schonmal der erste wichtige Tipp: Wenn Ihr eine Fledermaus anfasst, dann nur mit Handschuhen! Denn Fledermäuse haben sehr spitze Zähne und können kräftig zubeißen. Außerdem ist es in seltenen Fällen möglich, dass sie Krankheiten übertragen. Wenn Ihr gebissen werdet, solltet Ihr euch also umgehend an einen Arzt wenden.

Hilflose Fledermaus in Sicherheit bringen

Den Karton hatte ich ja schon für den Vogel parat, also konnte ich ihn nun für die Fledermaus nehmen. Dass dieser völlig ungeeignet für meinen Findling war, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Richtig war aber, die reglose Fledermaus in Sicherheit vor Gefahren wie zum Beispiel Katzen zu bringen. Und ich hatte Zeit, mich im Internet zu informieren, was die nächsten Schritte sind.

Fledermaus gefunden: Fachkundige Hilfe nötig!

Fledermaus gefunden: Wichtige Tipps zur Rettung
“Meine” Fledermaus beim erfolglosen Versuch, sie auszuwildern © Samantha Look, WWF

Einige Telefonnummern von Beratungsstellen sind im Internet für Berlin zu finden. Und obwohl Samstag war, erreichte ich jemanden. Das Wichtigste sei Wasser, ein kleiner, mit Küchenrolle ausgekleideter Karton und Ruhe. Denn in einem großen Karton können sich Fledermäuse verletzen. Und sie seien super im Ausbrechen, so dass Luftlöcher möglichst klein sein sollten. Gegen Abend sollte ich schauen, ob sie fliegt. Wenn nicht, dann müsste sie in den nächsten Tagen zu einer Pflegestelle gebracht werden.

Vorsicht: Eine Fledermaus richtig zu versorgen geht nicht ohne Fachkenntnis. Oft geht es den Tieren auch schlechter, als es auf den ersten Blick scheint. Solltet Ihr einmal in eine ähnliche Lage geraten, zögert nicht, sofort eine Pflegestelle aufzusuchen oder zumindest gleich mit Fachleuten zu telefonieren!

Essstäbchen tun’s auch

Streichhölzer wurden mir empfohlen, um der Fledermaus Wasser zu geben. Diese hatte ich nicht zuhause, dafür aber Essstäbchen aus Holz. Mit denen funktionierte das Trinken einwandfrei. Die Kleine schleckte das Holz ab, welches ich mit der Spitze in Wasser getaucht hatte. Wichtig ist, das Stäbchen seitlich anzubieten, da die Nasenlöcher sehr nah am Mund sind. Wenn Wasser in die Nase der Fledermaus kommt, kann das zum Ersticken führen.

Auf in die Freiheit, kleine Fledermaus!

Voller Begeisterung, die Kleine wieder in die Natur zu entlassen, machte ich mich auf in ein benachbartes Waldstück und suchte einen passenden Ast. Die Fledermaus kletterte aus dem Karton, schaute sich um, krabbelte etwas umher. Doch auch nach gut zwei Stunden machte sie keine Anstalten, zu fliegen. Mittlerweile war es fast 22 Uhr, also nahm ich sie wieder mit.

Fledermaus gefunden: Der Fledermaus richtig helfen: Tipps
Zweiter Versuch © Samantha Look, WWF

Neuer Tag, neues Glück?

Die Fledermaus schien am nächsten Tag deutlich fitter zu sein und krabbelte eifrig auf meinem Küchentisch herum. Nach Rücksprache mit einer nahen Fledermaus-Pflegestelle sollte ich diesen Abend nochmal einen Flugversuch unternehmen und sie sonst am Montag vorbeibringen. Diesmal nahm ich eine Kuschelsocke mit, um sie über einen Ast zu stülpen. Dies ähnelt dem Turm, den man für gefundene Baby-Fledermäuse baut. Leider blieb auch dieser Versuch erfolglos.

Auf zur Pflegestelle

Der Fledermauskeller der Zitadelle Spandau nimmt zu jeder Zeit Tiere in Not an. Die Mitarbeiter:innen sind sehr freundlich und mir wurde noch einiges Interessantes erklärt.
So war mein Findling ein Weibchen und allein in diesem Jahr schon die einundachtzigste abgegebene Fledermaus dort.

Nach einer kurzen Untersuchung wurde mir gesagt, dass sie fit aussieht und äußerlich keine Verletzungen zu erkennen sind. Möglich ist, dass sie etwas an den Schultern oder den Bändern hat, was sie vom Fliegen abhält. Das Wichtigste war für mich, dass sie jetzt in guten Händen ist und ich hoffe, dass sie ihren Weg zurück in die Natur schafft.

Fledermaus gefunden? Die wichtigsten Tipps auf einen Blick

Der Beitrag Fledermaus gefunden — Was tun? Meine Tipps aus Erfahrung erschien zuerst auf WWF Blog.


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Was ist von der COP26 in Glasgow für das Klima zu erwarten? Ein Gastbeitrag der britischen Botschafterin in Berlin, Jill Gallard. 

Gestern startete in Glasgow die Weltklimakonferenz COP26. Ein wichtiger Moment für alle, die sich lange und intensiv darauf vorbereitet haben. Ich habe während meiner Laufbahn als Diplomatin gesehen, wie das Thema Klimaschutz für britische Regierungen immer wichtiger wurde. Seit ich vor einem Jahr nach Berlin kam, haben mein Team und ich uns sehr bemüht, zum Erfolg der COP26 beizutragen, ebenso wie alle anderen Botschaften, deren diplomatische Bemühungen auf Hochtouren liefen, und natürlich das Team in London, das alles koordiniert hat.

Einige Fortschritte lassen sich bereits verzeichnen:

Durch unsere Partnerschaft mit Italien, bei der COP, aber auch als G7 und G20 Vorsitzende, konnten wir den internationalen Klimaschutz ganz oben auf die politische Agenda setzen. Viele Länder haben ehrgeizigere Klimaschutz-Zusagen (NDCs) vorgelegt – darunter alle G7-Staaten.

Neue Ankündigungen der Geberländer, nicht zuletzt von Deutschland, und ein neuer „Fahrplan“ für Klimafinanzierung lassen erwarten, dass wir die versprochenen 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr für die Unterstützung der Entwicklungsländer in naher Zukunft erreichen werden. Und nie zuvor gab es so viel technologischen Fortschritt, Engagement und so viele Ideen, um die Welt auf den Weg der Klimaneutralität zu bringen.

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Aber die Herausforderungen bleiben riesig. Auch mit den inzwischen 116 neuen beziehungsweise aktualisierten NDCs sind wir noch weit von dem entfernt, was für die Einhaltung des 1,5‑Grad-Ziels notwendig ist. Vom G20-Gipfel am Wochenende kamen zwar einige positive Signale, aber sie sind „Tropfen in einem sich rasch erwärmenden Ozean“, wie Premierminister Boris Johnson sagte. Also nicht genug.

Was kann, was muss die Klimakonferenz in Glasgow leisten?

Unser erstes Ziel ist eine Einigung auf die noch offenen Punkte des Pariser Abkommens. Wir erwarten von allen Verhandlern, dass sie mit der ernsthaften Bereitschaft nach Glasgow kommen, nach Lösungen zu suchen.

Unser zweites Ziel sind ehrgeizige neue Zusagen, vor allem in den Bereichen Minderung, Anpassung und Finanzierung. Wir brauchen mehr Mittel für Anpassung, denn der Klimawandel passiert jetzt, vor allem in ärmeren Ländern. Darüber hinaus brauchen wir konkrete Maßnahmen, um Klimaschutzziele umzusetzen: Wir müssen schnell aus der Kohlekraft aussteigen, die Wende zur Elektromobilität beschleunigen und die Waldzerstörung stoppen. In diesen drei Bereichen hat das Vereinigte Königreich seit Beginn unserer Präsidentschaft gezielte Kampagnen verfolgt, die auf der COP26 mit speziellen Thementagen prominent behandelt und natürlich nach der COP weiter vorangebracht werden.

Jill Gallard Botschafterin UK Berlin und der stellvertretende Botschafter Kieran Drake vor der Berliner Mauer
Die Botschafterin und der stellvertretende Botschafter Kieran Drake © British Embassy Berlin

Unser drittes Ziel ist eine inklusive COP, bei der verschiedene Stimmen Gehör finden – Vertreter indigener Völker, die Jugend, die breite Zivilgesellschaft. Die UN-Initative „Race to Zero“ bündelt Klimaneutralitäts-Zusagen von Unternehmen, Städten, Regionen. Als Botschafterin hier in Deutschland freut es mich besonders, dass in letzter Zeit einige namhafte deutsche Unternehmen, mehrere Städte und einige Bundesländer dem „Race to Zero“ beigetreten sind.

Keine Wunder zu erwarten, aber Fortschritte

Wir werden keine Wunder bewirken können in Glasgow. Aber ich hoffe, dass wir in diesen drei Bereichen Fortschritte machen, mit Unterstützung unserer wichtigsten Partner. Als Präsidentschaft sind wir bereit, viel Verantwortung zu übernehmen, aber zum Gelingen von Glasgow müssen alle 197 Staaten beitragen.

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Unseren Partnern in Deutschland– der Bundesregierung, deutschen NGOs und Jugendorganisationen, Unternehmen und der Wissenschaft sei an dieser Stelle herzlich gedankt für ihre Unterstützung.

Das eigene Beispiel

Als Botschafterin versuche ich, mit gutem Beispiel voranzugehen: An der Botschaft in Berlin haben wir komplett auf Ökostrom umgestellt. Mein Dienstwagen ist ein elektrischer Jaguar, und ich fahre viel Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wegwerfplastik haben wir komplett aus der Botschaft verbannt.

Es sind die kleinen Dinge des Alltags, mit denen jeder von uns etwas tun kann. Um unseren Planeten zu schützen, und die unser aller Bewusstsein für die Umwelt schärfen.

Hinweis: In diesem Beitrag ist eine Umfrage eingebunden, bitte besuche die Webseite, um an der Umfrage teilzunehmen.

Der Beitrag COP26 Glasgow: Was die Klimakonferenz in Glasgow leisten kann — und muss erschien zuerst auf WWF Blog.


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Die Preise für fossile Energieträger sind rasant gestiegen. Allen voran der Gaspreis. Der Börsenstrompreis hat sich verdreifacht. Ausgerechnet zu Beginn der Heizperiode drohen europaweit spürbar höhere Kosten. Die Klimapolitik wird dabei oft zum Sündenbock. Das ist gefährlich.

Gerade jetzt brauchen klima- und energiepolitische Maßnahmen die Unterstützung einer breiten Öffentlichkeit. Klar ist: ein höherer Anteil an erneuerbaren Energien hätte den ausufernden Preisen Einhalt geboten. Einmal mehr zeigt sich, dass verpasste Chancen beim Klimaschutz sehr teuer werden können. Wenn die Debatte um hohe Energiepreise jetzt in die falsche Richtung gelenkt wird, könnten wichtige klimapolitische Instrumente, darunter die CO2-Bepreisung, im Streit zwischen den EU-Mitgliedsstaaten zerrieben werden. Das gefährdet auch die Energiewende.

Volatile Preise für Gasimporte treiben Kosten in die Höhe

Laut der Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden, kurz ACER, sind die gestiegenen Gaspreise an den globalen Märkten der Hauptgrund für die rasante Energiepreisentwicklung. Nach dem pandemiebedingten Einbruch der Konjunktur läuft der globale Wirtschaftsmotor wieder an. Damit schnellt auch die Nachfrage nach fossilen Energieträgern nach oben – zuletzt insbesondere in Asien. Dort ist die Zahlungsbereitschaft hoch. Gleichzeitig war der letzte Winter überdurchschnittlich kalt, die europäischen Gasspeicher sind für diese Jahreszeit ungewöhnlich leer. Der nun bevorstehende Winter wird die weitere Preisentwicklung entscheidend beeinflussen.

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Einige Energieversorger haben sich bereits aus dem Markt zurückgezogen und bieten derzeit keine neuen Gas- oder Stromverträge an. Der Deutsche Mieterbund sowie der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) warnten angesichts der Preisentwicklung vor einer Nebenkostenexplosion – auch, da Verbraucher:innen in die teure Grundversorgung rutschen könnten, wenn Energieanbieter sich übergangsweise zurückziehen. Unterdessen geht die Internationale Energieagentur (IEA) davon aus, dass die Nachfrage nach Rohöl über den Winter deutlich steigt. Die Gaskrise kann sich so auch auf den Ölmarkt ausweiten.

Die aus dem Ruder gelaufenen Energiepreise zeigen, wie problematisch Europas Abhängigkeit vom Import fossiler Energieträger ist. Auch aus geopolitischer Sicht. In einem globalen Markt kann es zu hohen Preisausschlägen kommen. Gerade dann, wenn Nachfragespitzen auf eine knappe Versorgungslage treffen.

CO2-Preis ist nicht für die hohen Kosten verantwortlich

Der logische Rückschluss müsste also lauten, sich endlich unabhängig von fossilen Energieträgern zu machen – und zwar nicht nur im Sinne des Klimaschutzes, sondern auch, um das Portemonnaie zu schonen. Stattdessen kann man geradezu absurde Entwicklungen beobachten. Die hohen Gaspreise führen dazu, dass die noch schmutzigere Kohle – trotz CO2-Bepreisung – wieder wettbewerbsfähig wird. Sogar die unter normalen Umständen extrem teure Steinkohle kann derzeit günstiger verfeuert werden als Erdgas. Gleichzeitig werden die Rufe nach neuen Gaskraftwerken lauter. Dabei sind Gaskraftwerke sogenannte Grenzkraftwerke. Sie decken in der Regel den Letztbedarf, der den Strompreis festlegt, welcher folglich ebenso rasant gestiegen ist, wie der Gaspreis. Der französische Präsident, Emmanuel Macron, holte jüngst sogar die Atomkraft wieder aus der Mottenkiste – die teuerste Form der Energieerzeugung, ganz zu schweigen vom Entsorgungsproblem und den Sicherheitsrisiken. Neun weitere EU-Staaten schlossen sich dem Aufruf an, Atomenergie in die EU-Taxonomie aufzunehmen.

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Die entscheidende Rolle der erneuerbaren Energien geht in der Empörung über die hohen Energiepreise unter, so scheint es. Wer angesichts der aktuellen Lage behauptet, dass die Klimapolitik – oder gar die Energiewende – für die hohen Gas- und Strompreise verantwortlich seien, erweckt bei der Öffentlichkeit ein falsches Bild. Zwar ist der ETS-Preis im Jahresverlauf ebenfalls gestiegen. Doch der Anteil an der gesamten Preisentwicklung ist sehr gering, wie eine Analyse des Energie-Think-Tanks Ember zeigt.

Mehr Erneuerbare hätten die Energiepreise abfedern können

Gerade jetzt gilt: die Verbrauchssektoren müssen so schnell wie möglich elektrifiziert werden — mit Windenergie und Photovoltaik. Solange fossile Energieträger, wie Gas und Kohle, wesentlich zum Strommix beitragen, haben Preissteigerungen nicht nur einen Einfluss auf die Wärmeversorgung. Auch der Strompreis wird dann mitgerissen. Hätte man den Ausbau der Erneuerbaren Energien in den vergangenen Legislaturperioden nicht abgewürgt, wäre Deutschland heute unabhängiger von dieser Volatilität. Die Transformation des Energiesystems wäre die Aufgabe des letzten Jahrzehnts gewesen. Wind- und Solarenergie sind auch hierzulande unlängst die günstigsten Formen der Energieerzeugung. Mehr noch: pro eingesetztem Euro haben sie das größte Emissionsminderungspotenzial. Von den geringen Stromgestehungskosten könnten die Verbraucher:innen nicht nur beim Strompreis profitieren. Auch im Wärme- und Verkehrssektor könnten die günstigeren Erneuerbaren zum Einsatz kommen – in Gestalt von E‑Autos und Wärmepumpen. Natürlich wäre auch aus Klimaschutzperspektive ein schnellerer Ausbau der Erneuerbaren dringend nötig. Erst zu Beginn der Woche zeigte die IEA in ihrem World Energy Outlook, dass die derzeitigen klimapolitischen Zusagen nur 20 Prozent der Emissionsreduktionen abdecken, die nötig wären, um bis 2030 wieder auf den 1,5°C‑Pfad zurückzukehren.

Was wir jetzt brauchen

Kurzfristig braucht es jetzt wirksame Mechanismen, die die steigenden Energiepreise insbesondere für ärmere Haushalte abfedern. Langfristig ist die echte Lösung gegen Preisspitzen der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern – allen voran Kohle, aber auch Öl und Gas.

Wir fordern daher, dass 80 Prozent des Bruttostromverbrauchs bis 2030 aus Erneuerbaren stammen sollten. Im Schnitt müssten mindestens 15 bis 20 Gigawatt an Wind- und Solarenergie pro Jahr neu ans Netz gehen, damit Deutschland die eigenen Klimaziele erreichen kann. Das ist eine Vervielfachung des aktuellen Zubaus. Speichertechnologien und eine Strategie für grünen Wasserstoff müssen diese Transformation flankieren. Parallel dazu müssen die Subventionen für fossile Brennstoffe endlich abgebaut werden. Gleichzeitig sollte der CO2-Preis steigen. Auch hierfür braucht es Instrumente zur sozial gerechten Ausgestaltung, wie etwa eine Klima-Prämie.

Keine Scheindebatten!

Es ist jetzt höchste Zeit, sich nicht in Scheindebatten zu verlieren, die auf energiepolitische Abwege führen. Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, bis spätestens 2045 klimaneutral zu wirtschaften. Große Leitstudien haben gezeigt: Das ist machbar, das ist finanzierbar. Entscheidend ist, dass die breite Unterstützung der Bevölkerung, die die Energiewende so dringend braucht, jetzt nicht verloren geht. Deshalb müssen die tatsächlichen Gründe für die hohen Energiekosten auf den Tisch. Die aktuelle Preisentwicklung ist eine Warnung an jene Länder, die die Transformation ihres fossilen Energiesystems nicht entschlossen in Richtung der erneuerbaren Energien voranbringen. Für die Energiewende in Deutschland muss daher jetzt das Jahrzehnt der Umsetzung beginnen.